Laut Thomas Pisula, umweltpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion ist es: „Wasserverschwendung allererster Güte”
Und Mario Krüger, OB-Kandidat der Grünen, fragt sich ob der erhofften Kostenersparnis: „Warum kommt diese Erkenntnis erst jetzt?”
DSW-Chef Guntram Pehlke will nach dem Flutungsstart im Herbst 2010 nicht die voraussichtlichen anderthalb Jahrewarten, bis Grundwasser, Lohbach, Marksbach und Hörder Bach den See füllen, sondern DEW-Leitungen anzapfen. So laufe die Grube schon binnen sechs Monaten voll – und das auch noch kostengünstiger. Für Pisula steht diese Variante im krassen Gegensatz zu den Bemühungen der Dortmunder Energie und Wasser (DEW), gerade im Sommer Wasser zu sparen. „Die Bürger werden per Radio dazu aufgerufen, beim Zähneputzen den Wasserhahn abzudrehen, und Pehlke will eine halbe Million Liter kostbares Trinkwasser in den See pumpen, um Kosten zu sparen.”
Für den CDU-Mann geht die ganze Trinkwasser-Rechnung nicht auf. „Die Projektkosten laufen aus dem Ruder, also will Pehlke die Einmalkosten für die Stadtwerke senken und die dauerhaften Folgekosten des Sees der Stadt und jedem einzelnen Gebührenzahler aufs Auge drücken”, vermutet Pisula. Für Grünen-Chef Krüger belegt der Trinkwasser-Schwenk „eine realitätsferne Planung” des Gesamtprojektes. Ihm schwant, dass sich „zwar die Investitionskosten für die Stadtwerke verringern, gleichzeitig aber höhere Betriebskosten auf die Stadt zukommen”. Pehlke bestreitet dies.
Quelle WR 25.08.2009


