22.11.2000 / LOKALAUSGABE / DORTMUND S
Aplerbeck. "Wir schnüren ein Zukunftspaket", schwärmte Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer gestern in der Adolf-Schulte-Schule bei seiner Präsentation des "dortmund-projects". Für Aplerbeck und Hörde falle dabei auch ein nettes Päckchen ab. Die Ziele sind hoch gesteckt: Halbierung der Arbeitslosigkeit in zehn Jahren, 70 000 neue Arbeitsplätze.
"New Economy" ist das Schlagwort, das auch belegt, wie gern sich die Stadt vom alten Kohle- und Malocherimage verabschieden will. Neue Führungsindustrien wie die IT- und Logistik-Branche sollen sich ansiedeln. Wie zum Beispiel an der Stadtkrone-Ost mit ihrem "Electronic-Commerce-Center". Eine Erfolgsgeschichte", ist Langemeyer zufrieden. "Häuserbau auch an der Tulpenstraße" Eine rosige Zukunft sagt der OB auch Hörde voraus. Mikrosystemtechnik auf Phoenix-West, ein Mix aus Freizeit, Arbeit und Wohnen an den Ufern des Phoenix-Sees. "Wir werden einen Stausee von der Größe der Hamburger Binnenalster anlegen", so Langemeier über sein "Lieblingsthema". Auch Aplerbeck werde zu den Gewinnern gehören. Praktisch vor der Haustür entstünden neue Jobs an der Stadtkrone. Die Neubürger würden sich in Aplerbeck schnell heimisch fühlen, wenn die Nordumgehung da sei. "Jeder müsse sein Päckchen tragen", meinte Langemeyer zur Problematik an der Tulpenstraße: "Junge Dortmunder Familien ziehen ins Umland. Das ist eine dramatische Entwicklung für die Stadt, sie verliert Steuergelder. Die Familien bleiben nur dann hier, wenn wir ihnen attraktive Angebote machen. Die Wohnungspolitik muss sich an der Nachfrage orientieren."
