14.12.2000 / LOKALAUSGABE / DORTMUND
Beim Ideenwettbewerb ums Dortmunds Zukunft plädiert OB Dr. Gerhard Langemeyer dafür, die Bürger aktiv zu beteiligen. "Ich möchte eine breite Debatte um Dortmunds Zukunft", sagte der OB gestern in seiner Rede zur Lage der Stadt. "Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, müssen wir das Wissen der Bürger aus allen Lebensbereichen einbeziehen." Benötigt werde eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung.
Ehrlich antworten An den Rat appellierte Langemeyer, keinen "kurzfristig orientierten Populismus" an den Tag zu legen, sondern sachbezogen und ehrlich zu antworten. "Meine Vision", so Langemeyer, "ist die der aktivierenden Kommune, die es den Bürgern ermöglicht, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen." Die Zukunft der Kommunalpolitik liege nicht in der Präsentation fertiger Rezepte oder dem Entscheiden für die Bürger, sondern im Erarbeiten gemeinsamer Lösungen, die allerdings schnell umgesetzt werden müssen." Mit Blick auf die Etatberatungen appellierte der OB an den Rat, die bislang aufgestellten Zukunftsprojekte ( Phoenix-See, dortmund.-project, Bildungsoffensive, attraktive Gestaltung der City, lebenswerte Stadtteile) als Wegweiser zu verstehen. Die alten Instrumente der Sparpolitik, erst recht die Kürzung per Rasenmähermethode, hätten ausgedient. "Lassen Sie uns um intelligente Lösungen ringen", sagte Langemeyer. Dortmund könne die Zukunft nur gestalten, wenn es seine (finanzielle) Unabhängigkeit bewahre.
