Sie sind hier: Home Jahr 2000 Experten halten Phoenix-See für machbar

Experten halten Phoenix-See für machbar

28.12.2000 / LOKALAUSGABE / DORTMUND

Der Vorschlag von OB Gerhard Langemeyer, auf der heutigen Industriefläche Phoenix-Ost in Hörde einen 30 Hektar großen See anzulegen, ist technisch durchaus realisierbar. Zu dem Ergebnis kommen die Gutachter in ihrer Machbarkeitsstudie, deren Kurzfassung jetzt druckfrisch vorliegt. Natürlich weisen die Gutachter ( u. a. renommierte Institute wie das Erdbaulaboratorium Ahlenberg und die Deutsche Montan-Technologie) auch auf Risiken hin.


Im Kern jedoch kommen die Experten "auf der Grundlage der bis bis dato verfügbaren Informationen zu einer positiven Gesamtbewertung des Sees." Gespeist werden könnte der Phoenix-See, für den 3 Mio. Kubikmeter Wasser nötig sind, aus dem Hörder Bach und der Emscher. Wobei der Emscherlauf nicht angetastet werden müsste: Die Emscher flösse um den See herum. Lediglich an einer Stelle müsste ein Überlauf in den Phoenix-See angelegt werden. Als "Fundament" für den im Schnitt 3 Meter tiefen See könnte das Grundwasser dienen: Wegen der industriellen Nutzung von Phoenix-Ost wurde es durch Abpumpen künstlich niedrig gehalten und dürfte, so die Gutachter, nach Abschalten der Pumpen wieder steigen. Dafür lenken die Gutachter den Blick auf ein anderes Problem: Es könnte sein, dass Schadstoffe wie etwa Schwermetalle ins Grundwasser eindringen, warnen die Experten. Sagen aber auch: Es sei davon auszugehen, dass es sich um lokale Bereiche handele, die bei der anstehenden Flächensanierung "gesichert werden" könnten. Alles in allem könnten der Hörder Bach und die Emscher den See so speisen, dass "der Wasserhaushalt gesichert, das Wasser weitgehend schmutzfrei und die ökologischen Beeinträchtigungen" von Hörder Bach und Emscher "minimiert" werden. Um den See anzulegen, müssen nach Rechnung der Gutachter 3 Mio. Kubikmeter Erde ausgekoffert werden. Ausdrücklich mahnen die Gutachter ein "Boden- und Materialmanagement" an. 1,3 Mio. Kubikmeter könnten zur Modellierung auf dem Gelände selbst verwendet werden. (Phoenix-Ost ist etwa 80 Hektar groß.) Was die weiteren, stark belasteten 1,7 Mio. Kubimeter angeht - da haben die Experten mehrere Varianten geprüft: Lkw-Transporte fallen flach. Weil wenigstens 70 000 Fahrten fällig würden. Auch die Deponie Nordost scheidet aus - wegen logistischer Probleme. Vorschlag der Experten: Ein Teil könne zum Bau des Lärmschutzwalls an der B 236 n genutzt werden; der andere Teil in einem "Sicherungsbauwerk" an der Betriebsdeponie Hympendahl nördlich von Phoenix-West untergebracht werden.

 

Weitersagen

Forum-Ticker

Wer ist online?

Wir haben 2 Gäste online