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Wer hatte die Idee zum Phoenix-See?

11.07.2001 / LOKALAUSGABE / DORTMUND S

Zu unserem Artikel Phoenix-See-Planung beziehungsweise zur Diplom-Arbeit des Architekturbüros Schamp/Schmalöer vom 3. Juli erreichte uns folgende Leserzuschrift: 

"In ihrem Artikel "Stadt prämiert Entwurf von Schamp&Schmalöer 1994" vom 3. Juli wird die rhetorische Frage gestellt, ob sich die Stadt Dortmund mit fremden Federn schmückt, indem in Kenntnis einer Diplomarbeit aus 1992 (die auf der Fläche Phoenix-West einen See vorsieht und in 1994 mit einem Förderpreis ausgezeichnet worden ist) nunmehr ein See im Bereich Phoenix-Ost vorgeschlagen wird. Ich bin der Ansicht, dass die Vorgehensweise des Redakteurs, Vermutungen und Behauptungen anderer abschließend durch ein scheinbar wörtlich zitierten sogenannten "Insider" zu belegen, die Regeln journalistischer Lauterkeit überschreitet - es gibt in diesem Fall keinen "Insider"! Die Entstehung der Phoenix-See-Planung ist so, dass der Anstoß hierzu aus einer damaligen Beschäftigung mit der historischen Situation Hördes herrührte, bei der man aufgrund des bis heute bestehenden Straßennamens "An der Seekante" auf einen dort bis in die Hälfte des 19. Jahrhunderts exististenten (kleinen) See am historischen Stadtrand Hördes gestoßen war - das war der Auslöser für die weitere Planung. Daneben war auch von Belang, dass Norbert Kelzenberg bereits 1990 mit einem - der Phoenix-See-Planung ähnlichen - Projekt für eine andere Ruhrgebietsstadt als Entwerfer befasst war und sich intensiv mit den seinerzeit virulenten Planungen zu Situationen am Wasser ( Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, Hamburg) beschäftigt hatte sowie diversen Seeplanungen (Aasee-Münster, Maschsee-Hannover) nachgegangen war. Die Diplom-Arbeit hatte nichts mit seinem Entwurf des Phoenix-Sees zu tun. Durch die zuvor beschriebenen Hintergründe beantwortet sich meines Erachtens die Frage nach Autorenschaften und Urheberrechten von selbst - aber wer weiß, vielleicht schafft es ja noch jemand, eine Kausalkette zwischen diesen Projekten und der Planung des Assuan-Stausees zu konstruieren? Das Handeln eines engagierten, an einer zukunftsorientierten Entwicklung der Stadt interessierten Mitarbeiters der Stadt sollte nicht Gegenstand eher populistischer Spekulationen sein. Aus meiner Sicht ist auch vielmehr entscheidend, dass sich durch die Idee des Phoenix-Sees dem Ortskern Hörde endlich die verdiente Entwicklungsperspektive bietet."

Ludger Wilde, Stellvertretender Leiter des Stadtplanungsamtes Dortmund 

 

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