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220 000 Tonnen-Anlagen sollen parallel abgebaut werden

22.09.2001 / LOKALAUSGABE / DORTMUND

Man kann kaum sagen, dass ein Projekt, dessen Anlagengut ein Gewicht von 220 000 t umfasst, noch in der Schwebe ist. Für den gigantischen Handel, den ThyssenKrupp Stahl mit chinesischen Geschäftspartnern anstrebt, trifft das aber zu. 

Sinteranlage, Hochofen, Stahlwerk, Warmbreitbandstraße und möglicherweise noch die Kokerei Kaiserstuhl aus dem Fundus der Deutsche Steinkohle AG - das ist das Paket, das die Industrie schnüren möchte. Wobei die DSK die Bochumer ThyssenKrupp-Tochter EnCoke (vormals Still Otto-Anlagenbau) mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt hat. Etwa Mitte Oktober, so wird geschätzt, sollen die Verhandlungen mit den Interessenten aus Fernost beendet sein. Was die Einschätzung der Chancen anbelangt, den Deal erfolgreich hinter sich zu bringen, hält man sich bedeckt. Nur soviel: Am Verkaufspreis scheint es nicht mehr zu liegen. "Der ist abgestimmt", hieß es. Vielmehr ginge es jetzt noch um die zeitliche Abwicklung der großen Demontage. Bei diesen Überlegungen spielt der Phoenix-See eine große Rolle. Die Fläche trägt jetzt noch das Stahlwerk Hörde. Die Demontage soll so erfolgen, dass das Planspiel in der Umsetzung auch in den städtischen Zeitplan passt. Momentan wird ein Ablauf favorisiert, der einen parallelen Abbau an allen Standorten vorsieht - über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren. Die Probleme, die man mit der chinesischen Regierung erwartet hatte (die Politik favorisiert den Bau eigener Anlagen und nicht die Einfuhr gebrauchter fremder Industriegüter), scheinen ausgeräumt. "Man sieht das als lösbar an", hieß es.

Von Dirk Berger

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