30.11.2001 / LOKALAUSGABE / DORTMUND
(beus) Den dicken Hammer will man noch nicht aus der Tasche ziehen. Aber die Stadt und die Politik heben schon mal mahnend den Finger. Gegenüber Thyssen Krupp Stahl (TKS), Noch-Eigentümer von Phoenix-Ost. Konkrete Preise sollen zwischen den Verhandlungspartnern, der Entwicklungsgesellshaft Phoenix-Ost auf der einen, und dem Eigentümer TKS auf der anderen Seite zwar noch nicht gefallen sein.
Gleichwohl breitet sich innderhalb der Politik und auch innerhalb der Verwaltung die Sorge aus, TKS könne dazu übergehen, wertvolle Randgrundstücke schon jetzt an den Markt zu bringen, um sie mit reichlich Rendite an Dritte zu veräußern. Und genau das könne die von der Stadt gewünschte Entwicklung torpedieren. Das Horrorszenario: TKS veräußert ausgerechnet jene Randgebiete, die die Entwicklungsgesellschaft später als hochwertige Gewerbe- und Baugebiete veräußern möchte, um mit den Erlösen den 30 Hektar großen Phoenix-See zu finanzieren. Um "unerwünschte Entwicklungen zu vermeiden", haben SPD und CDU im Planungsausschuss die Verwaltung beauftragt, "planungsrechtliche Instrumente aufzuzeigen", die die gewünschte Entwicklung auf Phoenix sichern und "vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme" einzuleiten. Ein klares Signal an TKS: Sollte die Phoenix-Fläche ganz offiziell zum "Sanierungsgebiet" oder gar mit einer "Veränderungssperre" belegt werden, dürfte der Noch-Eigentümer schlechte Karten haben. Theoretisch könnte er einzelne Grundstücke zwar verkaufen, aber die neuen Eigentümer würden auf absehbare Zeit kein Baurecht erhalten. . .
