06.03.2001 / LOKALAUSGABE / DORTMUND
Der 31 Hektar große Phoenix-See soll keine Ente werden, die Verwaltungsspitzen machen richtig Dampf. Wie schon bei der Stadtkrone Ost könnten die Dortmunder Stadtwerke auch bei der Entwicklung von Phoenix-Ost eine dominierende Rolle spielen.
Nachdem die Gutachter die technische Machbarkeit bejaht haben (WR berichtete gestern), möchte sich die Verwaltung in der nächsten Ratssitzung die Erlaubnis holen, Vorschläge zur Gründung einer Standortgesellschaft mit Beteiligung Privater auszuarbeiten. Ähnlich wie bei der erfolgreichen Entwicklung der Stadtkrone Ost sollen die Dortmunder Stadtwerke auch bei der "Phoenix-See-Gesellschaft" eine tragende Rolle spielen. "Ich halte das für gut denkbar", sagte OB Gerhard Langemeyer. Je eher die Gesellschaft gegründet werde, desto eher könne sie mit dem Grundstücksbesitzer Thyssen Krupp um den Geländekauf verhandeln. Wichtig ist Langemeyer vor allem eines: Das Mammutprojekt soll nicht zu Lasten des städtischen Haushaltes gehen - angedacht sind private Mittel, EU-Gelder und eben Geld aus dem Verkauf der umliegenden Baulandgrundstücke. Eine Zeitprognose für den Phoenix-See mochte der OB nicht abgeben. Kein Hehl machte Langemeyer aber, dass ihm der Zeithorizont der Gutachter (sie sprechen von 8 bis 9 Jahren) zu lang erscheint. Beide Flächen, Phoenix-Ost wie Phoenix-West müssten als "eine Sanierungsfläche" begriffen werden, sagte er auch mit Blick auf jene 1,7 Mio. Kubikmeter Boden, die ausgehoben und auf Phoenix-West verbracht werden könnten. Indiz für das Tempo, das angeschlagen werden soll: Sofern private Betriebe auf Phoenix-Ost vorhanden sind, sollen deren Pachtverträge nicht über 2005 hinaus verlängert werden. Für den Abriss der Aufbauten schwebt Langemeyer die Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft vor.
