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Phoenix-Ost: Stadt sieht Rosinenpickerei

13.01.2002 / LOKALAUSGABE / DORTMUND

(FB) Die Stadt hat die Sorge, dass vom Flächenkuchen der Brache Phoenix-Ost Stücke schon bald verkauft werden, ohne dass mit dem Verkauf Rücksicht auf die Pläne für das Gesamtprojekt und den Phoenix-See genommen werde. Um dies zu verhindern, will die Verwaltung eine Satzung gewissermaßen als "Sicherungsinstrument", so Planungsamtsvize Ludger Wilde, auf den Weg bringen.

Denn eins scheint klar: Grundstückseigentümer Thyssen-Krupp hat bei den alten Brachen einen "gewissen Verwertungsdruck", wie es Planungsdezernent Ullrich Sierau formuliert. Man habe den Eindruck, dass schon bald das eine oder andere Grundstück von Phoenix-Ost verkauft werden soll. Die Stadt, so Sierau, betrachte das Areal aber als ein Gesamtprojekt. So begründet die Satzung ein Vorkaufsrecht, wenn ein Einzelverkauf den städtebaulichen Zielen widersprechen würde. Sierau: "So bekommen wir eine gewisse Ruhe in den Entwicklungsprozess." Es gehe nicht darum eine mögliche positive Entwicklung zu verhindern, die auch der Verkauf einzelner Grundstücke nach sich ziehen könne. Schwerpunktmäßig hießen die Ziele a) Akquirierung von Fördermitteln und b) Sicherung der notwendigen Grundstücke, um die Ideen für Phoenix-Ost, sprich den See, umsetzen zu können. "Wir haben die Sorge, dass da eine Art von Rosinenpickerei herrscht", so Sierau mit Blick auf mögliche kurzfristige Verkäufe von sogenannten Filet-Grundstücken. 

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