14.08.2002 / LOKALAUSGABE / DORTMUND S
Hörde. (mk) Der Phoenix-See - obgleich bisher nur Vision - gräbt den noch auf Phoenix-Ost ansässigen Firmen langsam das Wasser ab. Die Firma Kloppert Stahl GmbH verlässt in Kürze mit ihren 25 Mitarbeitern den Standort und bereitet sich auf einen Neuanfang im Kreis Unna vor.
"Wir wären gern in Hörde geblieben, aber wegen des Sees gibt es hier keine Perspektive für uns", so Geschäftsführer Hans-Josef Kloppert. Voraussichtlich ab 1. Oktober wird das Unternehmen auf einem anderen ehemaligen Thyssen-Gelände in Fröndenberg-Langschede produzieren. Ein Umzug, der "mit erheblichen Kosten" verbunden ist.
Kloppert Stahl, gegründet 1966, brennt zurzeit auf der Phoenix-Fläche in einer 4000 Quadratmeter großen Halle Bleche in verschiedene Formate. Die Firma fertigt zum Beispiel für die Automobilindustrie, für Wasser- oder Maschinenbauunternehmen. Mit dem Brennbetrieb begann Kloppert 1982 am Dortmunder Hafen, 1992 folgte der Wechsel nach Hörde.
Der Vertrag wäre nach Angaben der Geschäftsführung ohnehin zum Jahresende abgelaufen, eine Verlängerung wäre allerdings möglich gewesen. Die Suche nach Alternativ-Standorten in Dortmund sei erfolglos verlaufen. Kloppert: "Die Dortmunder Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung hat uns bei der Suche vor Ort unterstützt, aber Fröndenberg kam unseren Vorstellungen dann doch näher."
Fünf Firmen mit rund 70 Mitarbeitern werden nach dem Ausstieg von Kloppert Stahl noch auf Phoenix-Ost produzieren. Thomas Ellerkamp von der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung bestätigte gestern auf Nachfrage, dass in der vergangenen Woche "K + S - Metallbau" (drei Mitarbeiter) einen Insolvenzantrag gestellt hat. Die Stadt suche weiter mit den Phoenix-Unternehmen neue Standorte - bisher aber ohne Erfolg.
