14.01.2004 / LOKALAUSGABE / DORTMUND S
"Affentheater der Fackelbefürworter"
Betr.: "Sprengung der Fackel verschieben" (10. Januar).
"Nachdem in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass die Hörder Fackel entgegen dem erklärten Willen des Großteils der Bevölkerung (s. WR-Umfrage) am 24. Januar gesprengt werden soll, begrüße ich ausdrücklich die Initiative des Stadtbezirks-Marketings Hörde, einen Protestbrief an den Oberbürgermeister zu senden und um eine Verschiebung des Termines zu bitten. In der dann gewonnenen Zeit wäre es unbedingt erforderlich, dass alle Beteiligten sich zusammensetzen würden, um die weitere Zukunft Hördes endlich einmal zu Ende zu diskutieren und auch die Meinung der ,ganz normalen Hörder Bürger zu berücksichtigen. Vermutlich würde man dann mit nur etwas gutem Willen auch noch eine Lösung dafür finden, nicht nur die Fackel, sondern auch noch andere schützens-werte Gebäude auf Phoenix Ost und West zu erhalten.
Den Erhalt der Fackel als letzte verbleibende Landmarke auf Phoenix Ost hatte insbesondere auch Dr. Christian Mikunda in seinem weithin beachteten Vortrag gefordert - leider in Abwesenheit der kompletten Stadtführung. Ich wünsche dem OB die Kraft, diese letzte Chance einer Einigung zu nutzen."
Ulrich Martin Entenpoth 35 44263 Dortmund (Hörde) Rudolf Hübener Graf-Konrad-Straße 8 44339 Dortmund "Was soll dieses Affentheater des Hörder Stadtbezirks-Marketings zum Abriss der Fackel zu diesem Zeitpunkt. Stellt sich doch dieses Gremium hiermit ein Armutszeugnis aus. Am 28.04.2001 mittags um zwölf Uhr erfolgte die letzte Stahlschmelze im Oxygen-Stahlwerk. Im Frühjahr 2002 begann die Demontage auf Phoenix-Ost. Nach fast beendeter Demontagetätigkeit besinnt man sich und will eine Diskussionsrunde zum Erhalt verbliebener Industriereste.
Die jetzt sogar noch anonym geforderte Fortsetzung des Diskussionprozesses und die Verschiebung der Fackelsprengung ist äußerst kontraproduktiv und behindert den Fortschritt der Arbeiten zum geplanten Großprojekt Phoenix-See. Im Klartext, ,Ihr Fackelbefürworter, wer von Ihnen hat dieses hässliche Bauwerk vor seiner Haustür? Uns im direkten Umfeld Lebende reichen 30 Jahre Fackel, wir brauchen keine weitere Diskussionrunde. Wir Anwohner, die zur Sprengung evakuiert werden, brauchen zur Lebensplanung einen verlässlichen Termin."
Alfred Bock, Am Remberg 17a, 44263 Dortmund
