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"See ist nicht zu verhindern"

19.05.2004 / LOKALAUSGABE / DORTMUND S

Hörde. "Seien Sie sicher: Phoenix-Ost ist nicht mehr zu verhindern, der See auch nicht!"

Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer fegte am Dienstag in der Bezirksvertretung Hörde Zweifel beiseite, die irgendwo im Raum standen, aber irgendwie keiner formuliert hatte. Langemeyer weigerte sich zudem, eine Finanzierungsdebatte anzustoßen. Die ganzen Hoffnungen der Stadt ruhen auf den Dortmunder Stadtwerken. Die allein müssen das Jahrhundert-Projekt Phoenix-See stemmen.


Der Oberbürgermeister und Chefplaner Ullrich Sierau stellten am Dienstag das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (InSEKt) Hörde vor. Viel Neues gab es nicht zu berichten, da Hörde ständig im Fokus der Öffentlichkeit steht. Langemeyer glaubt, dass Investitionen für Phoenix-Ost aus den Grundstücksverkäufen refinanziert werden können. Zahlen nannte er nicht, warum auch, schließlich laufe alles außerhalb des städtischen Haushaltes auf privatwirtschaftlicher Basis bei den Dortmunder Stadtwerken (DSW) ab.

Die Stadt begleitet den Prozess über ihre Ratsmitglieder, die im Aufsichtsrat der DSW sitzen. Außerdem wurde ja bekanntlich die Phoenix-Ost-Entwicklungsgesellschaft gebildet, die das Projekt voran treibt. Langemeyers Botschaft an die Bevölkerung: Keine Zweifel mehr, denn: "Der Baubeginn hat begonnen". Der unterirdische Abbruch auf Phoenix-Ost startet nach dem konkreten Besitzübergang des Grundstücks von Thyseen-Krupp-Stahl auf die DSW. Das ist der 31. Juli. Genehmigungsrechtlich habe Phoenix-Ost den Charakter einer Talsperre, zeigte Langemeyer ganz andere Dimensionen auf.

Auf dem 97 Hektar großen Gelände sind 37 ha für die neue Gewässerlandschaft aus See und renaturierter Emscher reserviert. 1 300 Wohneinheiten sind am nördlichen und südlichen Seeufer vorgesehen. All diese Herrlichkeit versperrt jedoch nicht den Blick auf das Ortszentrum. "Wir müssen den historischen Kern des Zentrums stabilisieren und nicht in Gefahr bringen", unterstrich Langemeyer. Mit dem Neubau der Bezirksverwaltungsstelle und der Umgestaltung der Bahnstation zu einem modernen Knotenpunkt im öffentlichen Personennahverkehr sind erste Erfolge in der City sichtbar.

An anderer Stelle leider nicht. "Die Entwicklung des Bahnhofes ist natürlich nicht zufrieden stellend. Wir unternehmen alle Anstrengungen, hier nachzukorrigieren," versprach Langemeyer. Für das Sparkassen-Hochhaus sei eine qualitativ hochwertige architektonische und städtebauliche Lösung gefunden worden. Kritikern an der Architektur mit den Strichcodes in der Fassade riet Planungsdezernent Ullrich Sierau sich zu Wort zu melden, wenn die Baupläne zur Diskussion stehen. Um die Einzelhandelsversorgung in Hörde macht sich die CDU Gedanken. Schnitger habe die Pachtverträge für Aldi und Rewe auf dem Hellweg-Gelände gekündigt, verriet Friedrich-Wilhelm Weber am Dienstag. Der Fraktionsvorsitzende irrt: "Blanker Unsinn. Ich habe den Vertrag mit Aldi über den 30. Juni 2005 nicht verlängert. Eine Verlängerung ist aber durchaus denkbar, wenn Alid gewisse Forderungen erfüllt. Rewe besitzt noch einen gültigen Vertrag bis 2009", stellt Johannes-Peter Schnitger richtig.

Von Thomas Kampmann

 

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