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Bürger äußern sich heute zum Phoenix-See

16.06.2004 / LOKALAUSGABE / DORTMUND S

(beus) Regnet es in diesem Sommer weiter wie bisher, müsste das Grundwasser auf der Industriebrache Phoenix-Ost vielleicht gar nicht mehr steigen. Da auf das Wetter aber wenig Verlass ist, soll Dortmunds neue Attraktion,der Phoenix-See, doch besser auf herkömmlichem Wege angelegt werden.


Anfang 2005, so der bisherige Zeitplan, soll dem See die Grube gegraben werden. Zwei Jahre soll es dauern, bis das Gewässer im Frühjahr 2007 voll läuft. Die Voraussetzungen dafür werden jetzt geschaffen. Und das nicht allein durch den Abbruch der früheren Produktionsanlagen. Im selben Atemzug, für die meisten Bürger gleichwohl unsichtbar, sind die städtischen Planer und die Entwicklungsgesellschaft Phoenix-Ost dabei, die planerischen Fundamente zu schaffen. Die Unterlagen für die notwendige Planfeststellung, die mithin einen Kleinlaster füllen, sind seit Monaten bei der Arnsberger Bezirksregierung - am heutigen Donnerstag beginnt im Rathaus die Anhörung der Betroffenen: Träger öffentlicher Belange, Bürger. Ob die Anhörung mit all ihren Einwänden und möglichen Bedenken länger als einen Tag dauert, vermag Ursula Klischan, Geschäftsführerin der Entwicklungsgesellschaft Phoenix-Ost, noch nicht abzuschätzen.

Sicher ist aber, dass zunächst allein der See mit Emscheraue sowie den Rad- und Fußwegen planfestgestellt wird - nicht aber jene 66 Hektar Bauland drumherum. Dortmunds neues Gewässer soll rund 28 Hektar groß werden, 310 Meter breit und 1,3 km lang. Wer ihm auf den Grund gehen will, muss im Schnitt 2,50 Meter tief tauchen. Oder besser "müsste": Zum Schwimmen wird der See nämlich nicht geeignet sein. Speisen soll er sich nach den bisherigen Plänen zuvörderst aus Grundwasser, das zurzeit angeblich von Pumpen in Schach gehalten und nach unten gedrückt wird.

Einer Machbarkeitsstudiezufolge müssen rund 3 Mio. Kubikmeter Erde ausgekoffert werden. Ein Großteil wird benötigt, um Teile des umliegenden Geländes zu modellieren - schließlich sollen die geplanten 1500 Wohnungen (sowohl Eigentum als auch hochwertiger Mietwohnungsbau) terrassenförmig angelegt werden. So, dass die Bewohner den Blick auf den See genießen können. Offen ist freilich noch die Finanzierung. Rund 182 Mio. E waren für die Entwicklung von Phoenix-Ost grob veranschlagt (inclusive Grundstückskauf für 11,3 Mio. E). Man hofft auf Fördermittel, für die extra eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt wurde.

 

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